Die Erderwärmung ist ja mittlerweile ein altbekanntes Thema, aber die Filme Chasing The Thunder und Sea Of Shadows, die gerade auf dem DOK.fest laufen, nehmen sich einer ganz anderen wachsenden Gefahr für unseren Planeten an: Illegales Fischen.

Auf dem Meer können Gesetze nicht so gut durchgesetzt werden und das nutzen kriminelle Organisationen aus. Sie fischen mit den illegalen “gill nets”, die sich über bis zu 130 Kilometer erstrecken und alle Meerestiere einfangen. Dadurch gibt es zum Beispiel weltweit nur noch ca. 15 Vaquita Wale. Dem nimmt sich der Film Sea Of Shadows an, der die Lage in Mexiko unter die Lupe nimmt, mit – teilweise schon an einen Actionfilm grenzenden – großen Bildern und Tönen und aufwändiger Musik. Der Film verfolgt dabei mehrere Protagonisten, die für den Vaquita kämpfen und zeigt damit sehr schön, wie facettenreich und tief verwurzelt das Problem ist. Einer der Protagonisten ist die Vereinigung Sea Shepherd, eine private Organisation, die versucht, illegale Fischer vors Gericht zu bringen. In Chasing The Thunder geht es nur um eine Operation von Sea Shepherd. Zwei Schiffe jagten über 100 Tage das Fischerboot Thunder über 3 Ozeane. In 96 Minuten fiebern wir mit den Crews der “Bob Barker” und “Sam Simon”. Beide Filme sind ein Plädoyer dafür, dass wir jetzt etwas tun müssen, um unsere Meere zu schützen. Dabei ist man manchmal wütend auf die Zustände, manchmal gerührt und inspiriert vom Einsatz der Leute vor Ort. Sea Of Shadows konnte auch in Mexiko politisch schon einiges bewirken, während Chasing The Thunder das Publikum über Sea Shepherd informiert, die natürlich auf Spenden und Freiwillige angewiesen sind.

Chasing The Thunder ist noch am 15.5. um 18:00 beim DOK.fest zu sehen und Sea Of Shadows am 13.5. 18:00 und 16.5. 17:30.

 

Fotos: DOK.fest München Chasing The Thunder und Sea Of Shadows